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Verein: Gewalt hat 2006 zugenommen
Nordkurier vom 12.02.2007
Neubrandenburg (ddp). Der Beratungsverein Lobbi für Opfer rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern hat für das vergangene Jahr nach eigenen Angaben eine Zunahme rechtsextremer und ausländerfeindlich motivierter Übergriffe im Nordosten registriert. Es seien insgesamt 103 Angriffe gezählt worden, hieß es. Im Vergleich zu den im Jahr 2005 bekannt gewordenen 62 Attacken seien es deutlich mehr geworden, teilte der Verein gestern in Neubrandenburg mit. 174 Menschen seien direkt von rechtsextremistischen oder ausländerfeindlichen Übergriffen betroffen gewesen. 96 Personen könnte als indirekt Betroffene bei solchen Fällen gelten. Der Verein gab die Zahl der Körperverletzungen mit 60 und die zielgerichteten Sachbeschädigungen mit 18 an. In 25 Fällen seien Menschen insbesondere am Rande von Anti-Rechts-Veranstaltungen genötigt und bedroht worden. Nach Ansicht von Lobbi ist die Dunkelziffer aber höher. Vom Innenministerium liegen noch keine offiziellen Zahlen vor. Sie sollen frühestens Mitte März bekannt gegeben werden.
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