Lobbi e.V.
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Zoff um Schmierereien

Ostseezeitung-Rostock vom 22.07.2008

Stadtmitte Im Zusammenhang mit dem Umgang mit Homosexuellen-feindlichen Schmierereien am Gebäude des Ortsamts Stadtmitte wirft der Opferschutzverein Lobbi der Stadt einen laxen Umgang mit solchen Taten vor. "Es kann nicht sein, dass Leute, die sich gegen solche Schriftzüge wehren, auf eine Stufe mit den Schmierern gestellt werden", kritisiert Tim Bleis von Lobbi.

Die Schriftzüge mit diskriminierenden Aussagen wurden vor der Kundgebung anlässlich des Christopher Street Days von unbekannten Tätern auf das Gebäude gesprüht. Laut Lobbi habe gestern ein dem Verein bekannter junger Mann bei der Stadt angefragt, wann die Schriftzüge beseitigt würden. "Der Mitarbeiter hat erst gefragt: ,Was geht Sie das an?´", zitiert Lobbi. Mitglieder des Vereins hätten auch beobachtet, dass Angestellte der Stadt am Samstag Demonstrationsteilnehmer mit Anzeigen wegen Sachbeschädigung gedroht hätten, die die Schriftzüge mit Plakaten überkleben wollten. "Plakate mit Klebestreifen anzubringen, die solche Schmierereien überdecken, kann doch keine Sachbeschädigung sein", sagt Bleis. Für ihn handele es sich bei solchen Äußerungen um fehlendes Engagement und fehlende Unterstützung für Minderheiten.

Die Stadt teilte mit, dem Vermieter des Hauses, der Deutschen Immobilien GmbH, seien die Graffiti gestern gemeldet worden, mit der Bitte um unverzügliche Entfernung. Eine Polizeisprecherin sagte, es werde seit Sonnabend gegen die unbekannten Täter ermittelt.

NICK VOGLER

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