Lobbi e.V.
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Offenbar mehr Angriffe von Rechtsextremisten

NDR vom 24.02.2009

Der Beratungsverein Lobbi für Opfer rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern hat 2008 eine Zunahme rechtsextremistischer Übergriffe registriert. Er geht nach eigenen Angaben von 102 Angriffen aus. Im Vergleich zu den 78 Fällen, die 2007 bekannt wurden, seien das etwa 25 Prozent mehr Angriffe, teilte der Verein am Dienstag in Neubrandenburg mit. Mehr als 300 Menschen seien direkt oder indirekt betroffen gewesen.

Schlägereien, Brandstiftung und Drohungen
Der Verein gab die Zahl der Körperverletzungen mit 40 an. Zudem habe es in mindestens 29 Fällen Brandstiftung und Sachbeschädigung gegeben, die sich auch gegen Döner-Stände und Asia-Imbisse richteten. 31 Mal seien Menschen genötigt oder bedroht worden. Regionale Schwerpunkte waren dem Verein zufolge Boizenburg und Gadebusch in Westmecklenburg. Schauplätze derartiger Vorfälle seien aber auch Neustrelitz und Löcknitz in Vorpommern gewesen.

Zahlen des Innenministeriums fehlen noch
Vom Innenministerium liegen noch keine offiziellen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität vor. Die Statistik soll im Frühjahr bekannt gegeben werden. In der vergangenen Woche hatte das Ministerium in Schwerin jedoch schon mitgeteilt, dass die Zahl rechtsextremistischer Straftaten im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern zugenommen habe.

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