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Nach Schlägerei in Rostock: Staatsschutz ermittelt
endstation rechts vom 01.04.2009
Claudia Naujoks
Am vergangenen Wochenende hat auf dem Gelände der ehemaligen Neptunwerft in
Rostock eine Schlägerei zwischen mutmaßlichen Rechten und Linken stattgefunden.
Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, hat sich nun auch der
Staatsschutz eingeschaltet, wie ENDSTATION RECHTS. auf Nachfrage bei der
Rostocker Polizeidirektion erfuhr.
Während es auf dem rechtsextremen Internetportal "Altermedia" heißt, sechs
"Kameraden" seien verhaftet worden, kann die Polizeidirektion Rostock dies nicht
bestätigen: "Es hat keine Festnahmen gegeben", so die Pressesprecherin der
Polizeidirektion Rostock gegenüber ENDSTATION RECHTS.. Es seien lediglich die
Personalien aufgenommen und Zeugen vernommen worden. Längere Zeit sei niemand
festgehalten worden. In die Ermittlungsarbeiten ist mittlerweile auch der
polizeiliche Staatsschutz mit einbezogen, da ein politischer Hintergrund nicht
mehr ausgeschlossen werden kann. Allerdings stelle sich die Rekonstruktion der
Ereignisse momentan schwierig dar, da keine Seite der Beteiligten zu genaueren
Aussagen bereit sei. Die Ermittlungen dauern somit weiter an, betonte die
Pressesprecherin.
Auch die Opferberatung "LOBBI e.V." vermochte noch keine genauen Angaben zum
Tathergang zu machen. Es zeichne sich aber ab, dass die linken Partygäste
überfallen worden seien, so ein Vertreter von "LOBBI" auf Nachfrage von
ENDSTATION RECHTS..
Während Vertreter der linken Szene in der Nacht vom Samstag auf Sonntag in einer
Bauruine in der Neptunallee gefeiert hatten, sollen zeitgleich Rechtsextreme
eine Veranstaltung im "Bunker" besucht haben. Das Team des "Bunker" distanzierte
sich in einer Pressemitteilung, die ENDSTATION RECHTS. vorliegt, ausdrücklich
von "rechter Gewalt". Im Bunker habe eine Veranstaltung der Partyreihe
"Hörsturz" stattgefunden und keine Feier der rechtsextremen Szene. So hätten
sich am vergangenen Samstag ca. zehn Personen zunächst unbemerkt in
"szenetypischem rechten Outfit" unter die Besucher gemischt. Nachdem die
Rechtsextremen entdeckt worden seien, wären sie aufgefordert worden, den Bunker
umgehend zu verlassen, heißt es in der Pressemitteilung.
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