Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten und weitere, einschüchternde Taten im unmittelbaren Umfeld

Wenn in einer Gemeinde in Mecklenburg- Vorpommern eine Unterbringung von Geflüchteten angekündigt wird, so folgt darauf fast immer Protest. Auf Einwohner_innenversammlungen wird nicht selten offen rassistisch gehetzt. Facebookgruppen entstehen, in denen dann schon auch mal Tötungsphantasien geäußert werden. Der Mob bringt sich in Stimmung und schreitet dann zur Tat. Aufmärsche oder Kundgebungen werden organisiert, besonders gerne direkt vor den geplanten oder bereits bezogenen Unterkünften. Wohnungen und Häuser werden mit rassistischen Parolen besprüht oder großflächig beklebt. Bewohner_innen werden in unmittelbarer Umgebung ihrer Wohnung angepöbelt oder attackiert. Häuser werden mit Flaschen, Steinen oder Böllern beworfen oder sogar angezündet. Die Botschaft gegenüber den Betroffenen ist eindeutig. »Wir wollen Euch hier nicht!« Ganz bewusst wird eine Atmosphäre der Angst geschaffen. Dies trifft die Geflüchteten um so mehr, da sie, häufig traumatisiert, auf ein neues Leben in Sicherheit hofften. Nun finden sie sich in einer Umgebung wieder, die feindlich auf sie wirkt. Sie werden auf der Straße angepöbelt, bespuckt oder geschlagen und finden selbst in ihrer Unterkunft keine Ruhe. Jede Form eines sicheren Rückzugsraumes ist ihnen genommen, wenn vor der Gemeinschaftsunterkunft oder Wohnung rassistische Parolen skandiert oder Scheiben eingeworfen werden. Die folgende Aufstellung soll das Ausmaß dieser Taten verdeutlichen, kann aber nicht mehr als ein Ausschnitt sein. Nur ein Bruchteil solcher Vorfälle wird überhaupt zur Anzeige gebracht, viele werden auch den Berater_innen der LOBBI nicht bekannt

Landkreis:
Dezember
18.12.2016 - Schwerin (Schwerin)

In einem Mehrfamilienhaus, in dem auch mehrere Geflüchtete leben, wird ein Feuer gelegt. Im Haus wohnt ein Mann, der in der Vergangenheit wiederholt aggressiv gegenüber syrischen BewohnerInnen aufgetreten ist bzw. diese angegriffen hat.

Quelle: Polizei, LOBBI

Oktober
15.10.2016 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Mehrere Personen greifen eine Obdachlosenunterkunft, in der auch Geflüchtete untergebracht sind, mit Steinen an. Sie beschädigten dabei u.a. die Scheibe eines Zimmers, in dem sich zwei Männer aus Syrien aufhielten. Diese blieben glücklicherweise unverletzt.

Quelle: Ostseezeitung

September
21.09.2016 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Auf den Balkon einer Unterkunft für Geflüchtete wird eine tote Ratte mit dem Zettelgeworfen, auf dem die BewohnerInnen rassistisch beleidigt werden.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

15.09.2016 - Klütz (Nordwestmecklenburg)

Eine Unterkunft für Geflüchtete wird mit Steinen beworfen. Glücklicherweise wird dabei niemand verletzt.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

06.09.2016 - Schwerin (Schwerin)

Ein Mann wird von Polizeibeamten aufgegriffen, nachdem er ein Kellerfenster eingetreten hat. Er hat einen Gasbrenner und mehrere Gasflaschen bei sich. Auf Nachfrage gibt er an, dass er in seinem Haus lebende MigrantInnen verbrennen wollte.

Quelle: Polizei

August
23.08.2016 - Striesdorf (Landkreis Rostock)

Vor einer Unterkunft für Geflüchtete fährt ein Auto vor, in dem sich vier Personen befinden. Sie brüllen „Allahu Akbar" und werfen Böller in Richtung mehrerer BewohnerInnen, die sich vor dem Gebäude aufhalten. Glücklicherweise wird niemand verletzt.

Quelle: Polizei

Juli
18.07.2016 - Schwerin (Schwerin)

Am Rande eines rassistischen Aufmarsches der Gruppierung "Deutschland wehrt sich" wird ein Journalist mit einer Glasflasche beworfen, die ihn nur knapp verfehlt. Die anwesende kann den Täter noch vor Ort ermitteln.

Quelle: Polizei, LOBBI

09.07.2016 - Bützow (Landkreis Rostock)

Vor einem Haus, in dem Geflüchtete wohnen, erscheint ein Mann und zeigt gegenüber anwesenden BewohnerInnen den sogenannten „Hitlergruß“.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

08.07.2016 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

An einer Unterkunft für Geflüchtete erscheint an Mann. Er beleidigt wiederholt BewohnerInnen und versucht, in das Haus einzudringen. Außerdem brüllt er wiederholt „Heil Hitler“.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

Juni
15.06.2016 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Zwei Männer werfen eine Rauchfackel durch ein Fenster in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Nur durch Glück entzündet die Fackel nicht. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich in dem als Gebetstraum genutzten Zimmer 13 Menschen.

Quelle: Polizei

April
21.04.2016 - Schwerin (Schwerin)

An einer Moschee werden Scheiben eingeworfen. Da sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Gebäude aufhält, gibt es keine Verletzten.

Quelle: Polizei

10.04.2016 - Parchim (Ludwigslust-Parchim)

An einer Unterkunft für Geflüchtete wird ein Fenster mit einem Pflasterstein eingeworfen. Glücklicherweise wird dabei niemand verletzt

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

01.04.2016 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

An mehreren Wohnungen, in denen Geflüchtete untergebracht sind, werden rassistische Aufkleber angebracht. Die Betroffenen berichten von weiteren Schikanen, wie Zigarettenkippen und Müll in ihren Briefkästen.

Quelle: Lobbi

März
26.03.2016 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Im Anschluss an einen Aufmarsch der rechten Gruppierung "Deutschland wehrt sich" skandieren vier Personen vor einer Unterkunft für Geflüchtete rassistische Parolen. Die Polizei stößt außerdem auf einen glühenden Müllbeutel in einer Mülltonne, neben der sich die vier aufhalten.

Quelle: Polizei

25.03.2016 - Laage (Landkreis Rostock)

Unbekannte werfen mit Steinen die Scheibe einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ein und skandieren rassistische Parolen. Betroffen ist eine deutsche Mieterin,der Angriff galt jedoch mit einiger Sicherheit Geflüchteten aus Syrien, die eine Etage höher wohnen.

Quelle: Polizei

25.03.2016 - Roggendorf (Nordwestmecklenburg)

Unbekannte werfen nachts Steine in ein Schlafzimmerfenster einer Unterkunft für Geflüchtete. In dem Zimmer halten sich eine Frau und ein Baby auf. Die Frau wird durch Glassplitter verletzt, ihr 10 Monate alter Sohn bleibt nur durch Glück unverletzt.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

21.03.2016 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Ein 25-jähriger Mann aus Ghana wird vor der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Wolgast von Jugendlichen angepöbelt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Quelle: Polizei

16.03.2016 - Neubrandenburg (Mecklenburgische Seenplatte)

Vor der Eingangstür ihres Wohnhauses wird ein aus dem Irak geflüchtetes Ehepaar von vier angetrunkenen Männern belidigt und bedrängt. Der Sohn des Paares sieht, dass einer der vier deutschen ein Messer in der Hand hält und eilt zu Hilfe. Doch er kann nicht verhindern, dass seine Mutter durch einen der Angreifer in den Bauch getreten wird. Sie muss wegen der Schmerzen in der Notaufnahme des Krankenhauses behandelt werden.

Quelle: Polizei

16.03.2016 - Hagenow (Ludwigslust-Parchim)

Zwei unbekannte Personen werfen Bierflaschen in die erleuchtete Wohnung von Zuwanderern, die sich im Erdgeschoss befindet. Ein Bewohner wird von einer Flasche am Kopf getroffen. Er und sein Mitbewohner werden außerdem durch herumfliegenden Splitter verletzt.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

13.03.2016 - Goldberg (Ludwigslust-Parchim)

Nachdem im Januar des Jahres öffentlich bekannt wird, dass im Ort eine Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet wird, wird das noch leer stehende Gebäude mit Steinen beworfen. Dabei wird mindestens ein Fenster beschädigt.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

05.03.2016 - Rostock (Rostock)

Ein Schaukasten der Evangelischen Gemeinde wird mit neonazistischen Symbolen beschmiert. Auf dem Grundstück der Gemeinde befindet sich eine Notunterkunft für Geflüchtete.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

Februar
26.02.2016 - Laage (Landkreis Rostock)

Im Ortsteil Breesen wird eine Unterkunft für Geflüchtete beschossen, vermutlich mit einem Luftgewehr. Dabei wird eine Scheibe im Erdgeschoss des Gebäudes beschädigt.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

20.02.2016 - Sternberg (Ludwigslust-Parchim)

An mehreren aufeinander folgenden Tagen taucht eine Gruppe vor einer Unterkunft für Geflüchtete auf und bedroht BewohnerInnen mit dem Leben, falls sie nicht in ihre Herkunftsländer zurück gehen.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

17.02.2016 - Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald)

Unbekannte beschädigen eine Fensterscheibe eines Hauses, in dem vermehrt Flüchtlinge untergebracht sind - vermutlich mit Schüssen aus einem Luftgewehr.

Quelle: Polizei

13.02.2016 - Bergen (Vorpommern-Ruegen)

Im Eingangsbereich des Bergener Ratskellers, der als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch ist, werden rassistische Aufkleber angebracht.

Quelle:

07.02.2016 - Velgast (Vorpommern-Ruegen)

Unbekannte werfen die Außenscheibe eines Küchenfensters ein. In der Wohnung sind Geflüchtete untergebracht.

Quelle:

06.02.2016 - Greifswald (Vorpommern-Greifswald)

In der Nähe der Flüchtlingsunterkunft brüllt eine Gruppe aus vier Männern und einer Frau rassistische und volksverhetzende Parolen.

Quelle:

06.02.2016 - Velgast (Vorpommern-Ruegen)

In der Nacht versuchen Unbekannte in die Wohnung von Geflüchteten zu gelangen. Dabei klingeln sie Sturm und schlagen gegen die Tür.

Quelle:

04.02.2016 - Velgast (Vorpommern-Ruegen)

In der Nacht werden von Unbekannten Abfälle vor ein Fenster sowie der Eingangstür einer Wohnung, in der Geflüchtete untergebracht sind, geworfen.

Quelle: Ostsee-Zeitung

Januar
30.01.2016 - Prangendorf (Landkreis Rostock)

In einem Mehrfamilienhaus werden an den Wohnungen von syrischen Familien die Türschlösser durch Sprühkleber unbrauchbar gemacht.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

24.01.2016 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

Eine Gruppe junger Männer fährt vor der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete vor und brüllt rassistische Parolen. Immer wieder kommt es rund um das Gebäude zu rassistisch motivierten Vorfällen.

Quelle: Polizei

24.01.2016 - Pasewalk (Vorpommern-Greifswald)

Eine dezentrale Flüchtlingsunterkunft in Viereck wird in der Nacht von Unbekannten angegriffen. Sie beschädigen die Eingangstür und zerstören mit Bierflaschen die Scheibe einer Wohnung, in der eine Familie untergebracht ist.

Quelle: Nordkurier

20.01.2016 - Jördenstorf (Landkreis Rostock)

Fensterscheiben der Unterkunft für Geflüchtete werden mit Schüssen aus einer Luftdruckwaffe beschädigt.

Quelle: Landtag Mecklenburg- Vorpommern

17.01.2016 - Lalendorf (Landkreis Rostock)

An einer Flüchtlingseinrichtung, in der acht Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren untergebracht sind, werden Scheiben eingeschlagen. Außerdem wird gegen die Tür getreten und ein Bewegungsmelder abgerissen.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

17.01.2016 - Kirch Grambow (Nordwestmecklenburg)

An einem Wohnhaus, in dem auch Geflüchtete aus Syrien wohnen, werden Scheiben eingeworfen und Hetzplakate geklebt.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

17.01.2016 - Lahlendorf (Landkreis Rostock)

An einer Flüchtlingseinrichtung, in der acht Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren untergebracht sind, werden Scheiben eingeschlagen. Außerdem wird gegen die Tür getreten und ein Bewegungsmelder abgerissen.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

14.01.2016 - Parchim (Ludwigslust-Parchim)

An einem Haus, dass als Ausweichunterkunft des Landes für Geflüchtete vorgesehen ist und gerade her gerichtet wird, wird ein Fenster mit Flaschen eingeworfen, die mit einer stinkenden Säure gefüllt sind.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

01.01.2016 - Dargun (Mecklenburgische Seenplatte)

Ein Flüchtling wird an der Wohnungstür von einem Volltrunkenen aus der Nachbarschaft beleidigt, der ihm sein Geld abringt, indem er ihm damit droht, ihm „Nazis auf den Hals zu hetzen“.

Quelle: Nordkurier

Dezember
31.12.2015 - Sellin (Vorpommern-Ruegen)

Vier Jugendliche skandieren rassistische Parolen vor einer Unterkunft für Flüchtlinge in Sellin und werfen Böller auf die Einrichtung. Zuvor kam es bereits zu einem Anschlag mit einer übelriechenden Flüssigkeit.

Quelle: Ostsee-Zeitung

25.12.2015 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Ein ehemaliges Hortgebäude in Hohendorf wird mit rassistischen Sprüchen beschmiert. Im Ort ging das Gerücht um, dass in dem Haus Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Quelle: Ostsee-Zeitung

20.12.2015 - Tutow (Vorpommern-Greifswald)

In einem Haus, in dem mehrere Wohnungen zur Flüchtlingsunterbringung genutzt werden, wird der Keller der dort ebenso wohnhaften Betreuerin in Brand gesteckt. Nur durch Zufall bekommt diese rechtzeitig von der starken Rauchentwicklung im Haus mit und alle Bewohner_innen können rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Im Vorfeld kam es bereits zu Bedrohungen aus der rechten Szene.

Quelle: Nordkurier, Lobbi

19.12.2015 - Godendorf (Mecklenburgische Seenplatte)

Eine dezentrale Unterkunft für Asylbewerber wird mit einem Molotow-Cocktail attackiert. Dass sich der Brandsatz in einem Baum vor dem Haus verfängt, verhindert Schlimmeres.

Quelle: Nordkurier

17.12.2015 - Zinnowitz (Vorpommern-Greifswald)

Unbekannte werfen einen sogenannten Molotow-Cocktail auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Auch im Nachbarort Trassenheide kam es zuvor zu Brandstiftungen.

Quelle: Nordkurier

12.12.2015 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Aus einer Gruppe von vier Jugendlichen heraus werden Steine gegen die Unterkunft für Geflüchtete im Waldweg geworfen. Dabei werden zwei Scheiben zerstört. Die Polizei kann später zwei Tatverdächtige ermitteln.

Quelle: Polizei

04.12.2015 - Schwerin (Schwerin)

David B. (34) und Torsten S. (50) sollen einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Stern Buchholz bei Schwerin geplant haben. Laut Staatsanwaltschaft hatten sie vor, dort ein "zweites Lichtenhagen" zu veranstalten. Die Polizei durchsucht daraufhin ihre Wohnungen. Beide gelten als zentrale Organisatoren rassistischer Aufmärsche unter dem Label "MVGida" bzw. "Deutschland wehrt sich".

Quelle: Ostseezeitung, Nordkurier

November
27.11.2015 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Zwei Personen bewerfen eine Unterkunft für Asylsuchende mit einem Stein und beschädigen dabei ein Fenster. Bevor sie fliehen, skandieren sie gegenüber einem Wachschutzmitarbeiter rechte Parolen.

Quelle: Polizei

16.11.2015 - Schwerin (Schwerin)

Nachdem sie erfolglos versuchen, ein alternatives Kultur- und Wohnprojekt anzugreifen, zieht eine Gruppe von bis zu 20 teilweise vermummten Personen zu einer ehemaligen Notunterkunft für Geflüchtete im Stadtteil Lankow. Da diese allerdings nicht mehr existiert, ziehen sie wieder ab. Die Unterkunft war bereits im September attackiert worden.

Quelle: Nordkurier

15.11.2015 - Trassenheide (Vorpommern-Greifswald)

Bereits zum zweiten Mal wird ein als Flüchtlingsunterkunft geplantes Gebäude Ziel einer Brandstiftung. Diesmal sorgen die Flammen dafür, dass es vorerst unbewohnbar ist.

Quelle: Nordkurier

07.11.2015 - Kruckow (Vorpommern-Greifswald)

Auf ein Wohnhaus, in dem Flüchtlinge untergebracht sind, werden Flaschen geworfen. Dabei gehen Fensterscheiben zu Bruch.

Quelle: Nordkurier

02.11.2015 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Ein Aufmarsch der rassistischen MVGIDA mit 700 Teilnehmer_innen geht gezielt an einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete vorbei.

Quelle:

Oktober
30.10.2015 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Zwei aus Syrien geflüchtete Männer werden vor einer Notunterkunft von einer größeren Personengruppe angegriffen. Sie werden geschlagen, getreten und mit Elektroschockern verletzt. Einer der beiden Betroffenen wird sogar mit einer Axt attackiert. Beide müssen wegen ihrer Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Quelle: Ostseezeitung, Lobbi

26.10.2015 - Greifswald (Vorpommern-Greifswald)

Eine Notunterkunft für Flüchtlinge in einer Turnhalle wird mit Böllern angegriffen.

Quelle: Ostsee-Zeitung

23.10.2015 - Zarrentin (Ludwigslust-Parchim)

Unbekannte schlagen mehrere Fenster von drei Ferienwohnungen ein. Eine der Wohnungen dient Geflüchteten als Unterkunft. Glücklicherweise wird niemand von den Bewohner_innen verletzt.

Quelle: Polizei

23.10.2015 - Friedland (Mecklenburgische Seenplatte)

Ein Sperrmüllcontainer und eine Mülltonne, die direkt neben der Flüchtlingsunterkunft stehen, werden in Brand gesetzt. Bevor das Feuer auf das Haus übergreift, kann es jedoch gelöscht werden.

Quelle: Polizei

12.10.2015 - Boizenburg (Ludwigslust-Parchim)

In der Kleinstadt wird ein gerade saniertes Fachwerkhaus angezündet und brennt soweit aus, dass es unbewohnbar ist. In dem Gebäude sollte eine Notunterkunft für Geflüchtete eingerichtet werden.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

11.10.2015 - Trassenheide (Vorpommern-Greifswald)

Unbekannte werfen Molotow-Cocktails auf ein Gebäude, das zukünftig Flüchtlinge beherbergen soll.

Quelle: Nordkurier

07.10.2015 - Sellin (Vorpommern-Ruegen)

Unbekannte verteilen im Speisesaal einer Kinderferienanlage, die demnächst für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt werden soll, eine übelriechende Flüssigkeit.

Quelle: Ostsee-Zeitung

September
26.09.2015 - Greifswald (Vorpommern-Greifswald)

Ein Mann pöbelt vor der zentralen Unterkunft für Geflüchtete, versucht, das Haus anzugreifen und attackiert schließlich den aufmerksam gewordenen Wachdienst.

Quelle: Ostsee-Zeitung

26.09.2015 - Pinnow (Vorpommern-Greifswald)

Eine Notunterkunft für Asylbewerber_innen wird von Unbekannten mit Steinen angegriffen.

Quelle: Ostsee-Zeitung

25.09.2015 - Schwerin (Schwerin)

Eine Gruppe von 7 Personen greift eine Notunterkunft im Stadtteil Lankow an. Zunächst randalieren sie am Gebäude und entfernen sich dann, nach dem die Polizei alarmiert wurde. Später kehren sie zurück und bewerfen das Wachpersonal der Unterkunft mit Bierflaschen und Holzpfählen. Wenige Stunden zuvor hat im Viertel ein Aufmarsch des örtlichen Ablegers von "Deutschland wehrt sich" statt gefunden.

Quelle: Polizei, Endstation Rechts

20.09.2015 - Breesen (Landkreis Rostock)

Unbekannte legen in einem leer stehenden Haus Feuer. Die Landkreisverwaltung hatte im August bei einer Einwohner_innenversammlung darüber informiert, dass dieses Gebäude als mögliche Unterkunft für Geflüchtete genutzt werden soll.

Quelle: Polizei

16.09.2015 - Parchim (Ludwigslust-Parchim)

Vor einer Unterkunft für Geflüchtete werden Böller gezündet. Glücklicherweise wird dabei niemand verletzt.

Quelle: Polizei, LOBBI

August
27.08.2015 - Kletzin (Mecklenburgische Seenplatte)

Beim Bezug ihrer Unterkunft werden Flüchtlinge und ihre Betreuer_innen von einem Mann aus einem vorbeifahrenden Auto heraus bedroht.

Quelle: Nordkurier

26.08.2015 - Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte)

Ein Wohnblock, in dem Flüchtlinge untergebracht sind, wird mit rassistischen Parolen beschmiert.

Quelle: Nordkurier

25.08.2015 - Parchim (Ludwigslust-Parchim)

Zwei mit einem Messer bewaffnete Männer verschaffen sich Zutritt zum Gelände einer Unterkunft für Geflüchtete. Die anwesenden Bewohner_innen können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die alarmierte Polizei nimmt die beiden Männer wenig später fest.

Quelle: Ostseezeitung

Juli
25.07.2015 - Dorf Mecklenburg (Nordwestmecklenburg)

Zwei aus der Region stammende Männer im Alter von 26 und 28 Jahren besprühen eine Unterkunft für Geflüchtete mit rassistischen Sprüchen und Nazisymbolik. Die Polizei fasst sie unmittelbar nach der Tat.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

Juni
05.06.2015 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Unbekannte Täter werfen an einem leer stehenden Gebäude Scheiben ein. Das Haus wird gerade als Unterkunft für Geflüchtete hergerichtet.

Quelle: Ostseezeitung

Mai
18.05.2015 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Vor einer Unterkunft für Flüchtlinge zeigen vier Personen den sogenannten „Hitlergruss“ und grölen ausländerfeindliche Parolen.

Quelle: Polizei

April
07.04.2015 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Vier betrunkene Männer rütteln am Tor der örtlichen Unterkunft für Asylsuchende und bewerfen das Gebäude mit Bierflaschen. Anschließend steigen sie in ein Auto, das wenig später von der Polizei gestoppt wird.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

03.04.2015 - Wismar (Nordwestmecklenburg)

Vor dem örtlichen Flüchtlingsheim wird ein Mann von etwa 8 vermummten Personen umringt, rassistisch beschimpft und mit einem Schlagstock attackiert. Zwei Freunde eilen ihm zu Hilfe und werden ebenfalls verletzt.

Quelle: Polizei, Lobbi

03.04.2015 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

Zum wiederholten Male werden von Unbekannten Bettlaken mit rassistischen Parolen in der Nähe einer Gemeinschaftsunterkunft angebracht.

Quelle: Nordkurier

März
27.03.2015 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

Unbekannte fahren mit dem Auto vor die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und zeigen den Hitlergruß.

Quelle: Polizei

24.03.2015 - Friedland (Mecklenburgische Seenplatte)

Das Büro der Leitung der zentralen Unterkunft für Geflüchtete wird mit Tomaten beworfen. Bereits im Vorfeld kam es zu Sachbeschädigungen am Haus. Der Präventionsrat der Stadt spricht von „latentem Rassismus“.

Quelle: Nordkurier

20.03.2015 - Barth (Vorpommern-Ruegen)

Vor ihrer Wohnung werden dezentral untergebrachte Flüchtlinge von einer Gruppe angetrunkener Männer angepöbelt. Als sie sich in Ihre Wohnung zurückziehen, treten die Täter mehrfach gegen die Eingangstür des Hauses und beschädigen diese.

Quelle: Ostsee-Zeitung

03.03.2015 - Nossendorf (Mecklenburgische Seenplatte)

Wegen der dezentralen Unterbringung Geflüchteter im Ort bringen Unbekannte ein Banner mit rassistischem Inhalt in der Nähe der Unterkunft an.

Quelle: Polizei

Februar
23.02.2015 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

Mit Parolen gegen die Unterbringung Schutzsuchender beschmierte Bettlaken werden in unmittelbarer Nähe zu einer Geflüchtetenunterkunft angebracht.

Quelle: Polizei

14.02.2015 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

Ein Unbekannter stellt sich vor die Gemeinschaftsunterkunft im Neubau-Viertel und brüllt rassistische Parolen.

Quelle: Polizei

Januar
14.01.2015 - Gotthun (Mecklenburgische Seenplatte)

Eine dezentrale Unterkunft für Geflüchtete wird mit rassistischen Parolen beschmiert.

Quelle: Polizei

11.01.2015 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Zwei Unbekannte bewerfen ein Flüchtlingsheim mit Steinen. Da die Fenster doppelt verglast sind, werden sie nicht durchschlagen und es kommt nicht zu Verletzten.

Quelle: Polizei

Dezember
08.12.2014 - Plöwen (Vorpommern-Greifswald)

Die NPD-Kreistagsfraktion Vorpommern-Greifswald dringt auf das Gelände eines Ferienlagers vor, das seit Kurzem als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt wird, und dreht dort ein Propagandavideo.

Quelle: Lobbi

05.12.2014 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Aus einer Wohnung wird eine Flüchtlingsfamilie in der Nähe der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete mit einer Flasche beworfen. Das Wurfgeschoss verfehlt nur knapp ein Kleinkind.

Quelle: Polizei

November
23.11.2014 - Strasburg (Vorpommern-Greifswald)

Bereits zum zweiten Mal wird eine Flüchtlingswohnung von Unbekannten mit Feuerwerkskörpern attackiert.

Quelle: Polizei

14.11.2014 - Strasburg (Vorpommern-Greifswald)

Durch das geöffnete Fenster einer von Flüchtlingen bewohnten Wohnung werden Böller geworfen. Die beiden Männer aus Mauretanien kommen mit dem Schrecken davon.

Quelle: Polizei

Oktober
25.10.2014 - Franzburg (Vorpommern-Ruegen)

Unbekannte zünden zunächst Böller vor einem Haus, das von Flüchtlingen bewohnt wird. Kurze Zeit später fliegen Knallkörper auch in den Hausflur der Unterkunft. Kurz zuvor kam es zu Schmierereien am Haus.

Quelle: Polizei

20.10.2014 - Franzburg (Vorpommern-Ruegen)

Eine dezentrale Unterkunft für Asylbewerber wird mit Hakenkreuzen und Parolen beschmiert.

Quelle: Polizei

12.10.2014 - Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock)

Auf ein Haus, in dem etwa 40 Asylsuchende untergebracht sind, wird in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag verübt. Unbekannte werfen zwei Molotowcocktails gegen die Fassade. Eine der Brandflaschen verfehlt nur knapp ein Fenster, die andere trifft das Gebäude nicht. So breitet sich das Feuer glücklicherweise nicht aus. Schon im Dezember 2013 wurde das Haus mit der Drohung »Der Block wird brennen!« beschmiert. Im August 2015 werden zwei Tatverdächtige verhaftet, gegen die im Februar 2016 ein Strafprozess wegen versuchten Mordes beginnt.

Quelle: Ostseezeitung, Lobbi

Juni
02.06.2014 - Barth (Vorpommern-Ruegen)

Mit einem Feldstein attackieren Unbekannte eine Wohnung, in der Asylbewerber untergebracht sind. Zu diesem Zeitpunkt war die Wohnung glücklicherweise unbewohnt.

Quelle: Polizei

März
27.03.2014 - Sassnitz (Vorpommern-Ruegen)

In den Hausaufgängen einer Unterkunft für Geflüchtete werden massiv rechte Aufkleber mit volksverhetzendem Inhalt verklebt.

Quelle: Polizei

02.03.2014 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

An der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Neubaugebiet kommt es zum wiederholten Male zu einer Sachbeschädigung.

Quelle: Polizei

Januar
16.01.2014 - Friedland (Mecklenburgische Seenplatte)

Noch bevor erste Flüchtlinge in eine neue Gemeinschaftsunterkunft einziehen, wird das Haus mit Eiern beworfen und rechte Aufkleber werden an Fenster und Türen verklebt.

Quelle: Nordkurier

15.01.2014 - Torgelow (Vorpommern-Greifswald)

In Torgelow werden zwei mutmaßlich illegale Knallkörper in eine Wohnung dreier Männer aus Syrien geworfen. Verletzt wird glücklicherweise niemand.

Quelle: Lobbi

Dezember
16.12.2013 - Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock)

Das Gebäude, in dem zukünftig auch Asylsuchende wohnen werden, wird erneut großflächig mit rassistischen Parolen beschmiert. Auch auf einer Facebookseite, die bis zu ihrer Löschung fast 500 Mal „geliked“ wird, wird offen rassistisch argumentiert, mit einem „zweiten Lichtenhagen“ gedroht und für eine neonazistische Homepage geworben.

Quelle: Ostseezeitung, LOBBI

12.12.2013 - Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock)

Im Dorf, dass zur Gemeinde Sanitz gehört, wird ein Haus mit Hakenkreuzen und dem Spruch "Der Block wird brennen" beschmiert. Mehrere Wohnungen des Plattenbaus werden momentan für die Unterbringung von Asylsuchenden vorbereitet. Knapp vier Wochen zuvor kommt es auf einer Einwohner_innenversammlung zur geplanten Unterbringung der Geflüchteten zu zahlreichen, teilweise offen rassistischen Äußerungen.

Quelle: Ostseezeitung, Lobbi

November
11.11.2013 - Eggesin (Vorpommern-Greifswald)

Innerhalb weniger Tage kommt es zum zweiten Mal zu Zerstörungen an den Scheiben einer dezentralen Flüchtlingsunterkunft.

Quelle: Polizei

07.11.2013 - Eggesin (Vorpommern-Greifswald)

Die Eingangstür eines Hauses, in dem tschetschenische Flüchtlinge dezentral untergebracht sind, wird beschädigt. Unbekannte werfen die Scheiben ein.

Quelle: Nordkurier

Oktober
02.10.2013 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Auf das Flüchtlingsheim im Güstrower Waldweg wird erneut ein Anschlag verübt. Unbekannte werfen mindestens zwei Böller in ein offenes Kellerfenster. Ein abgestellter Wäschekorb fängt Feuer und es kommt zu starker Rauchentwicklung. Glücklicherweise ist der Raum so beschaffen, dass es nicht zu einer Ausbreitung des Feuers kommt. Das Heim wird seit Juni bewohnt.

Quelle: Schweriner Volkszeitung, Lobbi

Juni
22.06.2013 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Erneut wird das Flüchtlingsheim im Waldweg mit Böllern attackiert. BewohnerInnen hören in der Nacht zwei lautstarke Detonationen, die so heftig sind, dass der Asphalt vor dem Heim beschädigt wird. Glücklicherweise wird niemand verletzt. Bereits im Herbst 2012 gab es einen Buttersäureanschlag auf das Gebäude, nachdem bekannt wurde, dass dort eine Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet werden soll.

Quelle: Ostseezeitung,Lobbi

19.06.2013 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Wenige Stunden nach dem die ersten Bewohner_Innen in das neu eingerichtete Flüchtlingsheim eingezogen sind, wird das Gebäude mit Böllern beworfen. Dabei wird ein parkendes Auto beschädigt. Gegen die Unterbringung gab es bereits seit Monaten eine rassistische Mobilisierung, an der sich nicht nur Neonazis beteiligten, sondern auch Anwohner_innen.

Quelle: Ostseezeitung, Lobbi

Oktober
08.10.2012 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Nach dem Einzug der ersten Flüchtlinge werden Böller auf eine Unterkunft geworfen. Bereits im Vorfeld kam es zu rechten Schmierereien und Hetze in der Nachbarschaft.

Quelle: NDR

02.10.2012 - Güstrow (Landkreis Rostock)

Auf ein im Umbau befindliches Gebäude wird ein Buttersäureanschlag verübt. In dem Haus soll eine neue Unterkunft für Asylsuchende eingerichtet werden. Gegen diese Pläne gab es in der Stadt mehrfach Protest, bei denen zum Teil offen rassistisch argumentiert wurde.

Quelle: Schweriner Volkszeitung

August
29.08.2012 - Wolgast (Vorpommern-Greifswald)

Ein als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete geplantes Haus wird mit rechten Parolen besprüht.

Quelle: NDR