"Das Zwickauer Terror - Trio" - Buchlesung und Diskussion in Schwerin, Anklam und Neustrelitz

Nachricht vom 18.09.2012

Mehmet Turgut, das fünfte Opfer der „NSU“-Mordserie, starb am 25. Februar 2004 - in Mecklenburg-Vorpommern. Doch während in Thüringen, Sachsen, Bayern oder auf Bundesebene Untersuchungsausschüsse, Medien und Nichtregierungsorganisationen immer neue Einzelheiten über die Neonazi-Zelle und das Agieren der Behörden aufdecken, hält man sich hierzulande bedeckt.
Mit drei Lese- und Diskussionsveranstaltungen in Schwerin, Anklam und Neustrelitz will der Beratungsverein LOBBI eine stärkere Auseinandersetzung mit den Umständen und Folgen der Mordserie auch in Mecklenburg-Vorpommern anregen.

Buchtitel Terror Trio

Waffen, Morde, Banküberfälle und ein geheimnisvolles Leben im Untergrund – Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt terrorisierten über zehn Jahre das Land. Wie konnten sie sich zu eiskalten Mördern entwickeln? Wie schafften sie es, ein Leben im Verborgenen zu führen? Welche Rolle spielten dabei ihre Unterstützer, welche die Sicherheitsbehörden? Chronologisch beschreiben die Autoren anhand von streng vertraulichen Akten, Interviews mit Sicherheitsexperten, Angehörigen der Opfer sowie Aussteigern – »alten Bekannten« des Trios – die Aktionen der rechtsextremen Zelle.

  

  • Dienstag, 25. September, 19 Uhr
    Schwerin, Volkshochschule, Puschkinstraße 13
    mit Maik Baumgärtner (Buchautor) und Heike Kleffner (Fachreferentin
    der Linksfraktion im Bundestagsuntersuchungsausschuss zum NSU)
  • Mittwoch, 26. September, 19 Uhr
    Anklam, Theater, Leipziger Allee 34
    mit Maik Baumgärtner (Buchautor) und Günther Hoffmann (Informationsdienst NENA.MV)
  • Donnerstag, 27. September, 19 Uhr
    Neustrelitz, basiskulturfabrik, Sandberg 3a
    mit Maik Baumgärtner (Buchautor) und Kay Bolick (LOBBI)

Mehr zum Buch und den Autoren: Verlag "Das neue Berlin"

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung der Veranstaltungsreihe durch den Kulturkosmos e.V. und die Lokalen Aktionspläne Mecklenburg-Strelitz und Anklam.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder
sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.