Mittwoch, 14. Februar 2018Newsletter-Text

Genosse Kamerad!

Seit dem Ausscheiden der NPD aus dem Landtag treten deren dienstälteste Kader öffentlich kaum noch in Erscheinung. Doch das Leisetreten hat Strategie. Während bekannte Strukturen im Westen des Bundeslandes ohne großes Aufsehen eine Genossenschaft gründen, sorgen alte Netzwerke im Osten ebenso für eine wirtschaftliche Absicherung wie für ein rechtes Freizeitangebot. Politik und Öffentlichkeit verhalten sich bislang nahezu desinteressiert.

 

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Mittwoch, 14. Februar 2018Newsletter-Text

Unverständnis

Mehrere Deutsche attackieren am 24. Juli 2016 am Rande des Ueckermünder Hafffestes eine Gruppe Geflüchteter. Vor Gericht landet im August des vergangenen Jahres jedoch nur einer und zudem der Falsche – vermeidbarer Aufwand, denn die Behörden haben es versäumt, sprachliche Missverständnisse im Vorfeld aufzuklären.

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Mittwoch, 14. Februar 2018Newsletter-Text

Zum Nachdenken gebracht?

Anfang 2016 verübten rechte Schläger in Wismar eine ganze Reihe rassistisch motivierter Angriffe, von denen vor allem junge Männer aus Eritrea betroffen waren. So auch am 27. Februar, als zwei angetrunkene, junge Deutsche zwei junge Männer aus Eritrea rassistisch beleidigen. Als sie diese schließlich angreifen wollten, stellte sich ihnen deren Begleiter in den Weg. Einer der beiden Rechten schlug ihm daraufhin mit der Faust ins Gesicht. Dabei trug er Schlaghandschuhe. Gleichzeitig zog der zweite Angreifer ein Messer. Nachdem die drei Betroffenen in einen Hauseingang geflohen waren, zerstachen die Rechten an deren Auto mehrere Reifen und zerschlugen einen Spiegel.

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Mittwoch, 14. Februar 2018Newsletter-Text

»Die, die das gemacht haben, ...

... sollen nicht denken, weil sie neun Leben ausgelöscht haben, dass wir dieses Land verlassen werden. Wir sind ein Teil dieses Landes, und wir werden hier weiterleben.«

(Elif Kubaşık am 21. Oktober 2017 in München)

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Mittwoch, 14. Februar 2018Newsletter-Text

Unterstützung für Betroffene von Diskriminierung: In M-V kein Thema?

Der verweigerte Diskobesuch aufgrund der Herkunft: „Von euch haben wir heute schon genug drinnen!“ Das Verbot, ein Freizeitbad in längerer Badebekleidung als einem Bikini zu betreten: »Wir wollen keine Vermummung [sic!] unterstützen! Was üblich ist, entscheiden wir.« Die Absage einer Personalverantwortlichen an eine trans*idente Person: »So können Sie nicht rumlaufen! Sie sind ja noch nicht operiert.«

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Montag, 03. Juli 2017Newsletter-Text

»Was haben die Menschen gegen uns?«

Noch nie musste die LOBBI so viele rechte Angriffe registrieren wie seit Anfang 2015. Diese Angriffe sind in ihrer großen Mehrzahl rassistisch motiviert. Betroffen sind vor allem Geflüchtete oder andere Menschen, denen ein migrantischer Hintergrund zugeschrieben wird. Ihre Hoffnung, in Frieden leben und sich eine bessere Zukunft aufbauen zu können, weicht einer tiefen Verzweiflung, die von dem Gefühl geprägt ist, mit einer feindlich gesonnenen Umwelt konfrontiert zu sein.

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Montag, 03. Juli 2017Newsletter-Text

(Noch) Nicht viel bewegt

Das vergangene Wahljahr war prägend für die rechte Szene in Mecklenburg-Vorpommern – AfD in den Landtag, NPD raus. Wochenlang schauten Medien auf das Bundesland an der Ostsee. Eine Aufmerksamkeit, die die neurechte Jugendströmung „Identitäre Bewegung“ für ihre Propaganda nutzte. Deren Regionalgruppe in Mecklenburg-Vorpommern veranstaltete im Sommer 2016 zahlreiche Flashmobs, Agit-Prop-Aktionen, Flyer- und Verteilaktionen sowie einige wenige angemeldete Kundgebungen und machte so erstmalig breiter auf sich aufmerksam. Grund genug, einen Blick auf die Organisation und ihre Mitglieder in der Region zu werfen.

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Montag, 03. Juli 2017Newsletter-Text

Mehr als Gewalt

Verprügeln, Feuer legen, Ermorden, Scheiben einwerfen, durch die Stadt jagen – mit diesen gewalttätigen Formen der Ausgrenzung setzt sich die LOBBI seit 15 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern auseinander und berät die Angegriffenen. Aber immer wieder hören wir in diesen Gesprächen von Diskriminierungen, die nicht durch physische Gewalt umgesetzt werden. Im Mai 2016 hat das Modellprojekt Antidiskriminierungsberatung bei der LOBBI begonnen. Ziel ist es, in Absprache mit anderen Initiativen, Vereinen, Selbstorganisationen und Institutionen bis zum Ende des Jahres 2017 eine bislang fehlende tragfähige Struktur im Land zu entwickeln.

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Montag, 03. Juli 2017Newsletter-Text

»Viele haben sich von der schlimmsten Seite gezeigt«

Auch in Polen wird der Umgang mit Flüchtlingen kontrovers diskutiert. In diesem Zuge kommt es auch zu Anfeindungen und Übergriffen. Über die Situation im deutsch-polnischen Grenzgebiet sprach die LOBBI im letzten Jahr mit Jan Gorski von »Refugees Szczecin«.

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Samstag, 19. Dezember 2015Newsletter-Text

Haftstrafe nach rassistischem Übergriff bestätigt

Zwei Jahre, nachdem ein polnischer Mann in der Nähe von Pasewalk Opfer eines rassistischen Übergriffes geworden ist, wurde nun auch in zweiter Instanz die Haftstrafe gegen einen der Täter bestätigt.


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